Im August setzte die Autobahn GmbH zwischen dem Autobahnkreuz Walldorf und der Anschlussstelle Rauenberg ein wegweisendes Infrastrukturprojekt um. Erstmals basierte die Vergabe auf erweiterten Wertungskriterien, bei denen der CO₂-Fußabdruck der Anbieter eine zentrale Rolle spielte. Grundlage dafür war das Tool SUSTRAVIA, mit dem Emissionen aus Herstellung, Lieferung und Einbau ermittelt und mit 30 Prozent in der Ausschreibung gewichtet wurden.
Die Umsetzung des Projekts erfolgte durch die BVG, ein Unternehmen der Basalt AG. Unter Einsatz der Mischanlagen Karlsruhe und Sinsheim wurden rund 50.000 Tonnen Asphaltmischgut für eine etwa vier Kilometer lange Strecke produziert und eingebaut. Der Einbau konnte innerhalb von nur 15 Tagen abgeschlossen werden. Zur weiteren Reduzierung von Emissionen kam Schaumbitumen zur Temperaturabsenkung zum Einsatz. Zudem wurden rund 350.000 Liter Biobrennstoff verwendet, wodurch im Vergleich zu Braunkohlestaub rund 85 Prozent CO₂ eingespart werden konnten.
Auch über den Projektabschluss hinaus wurde großer Wert auf Transparenz gelegt. Sämtliche Materiallieferungen aus Steinbrüchen und Raffinerien wurden für die Nachbilanzierung offengelegt.
Das A6-Projekt geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie Innovation und Klimaschutz im Straßenbau erfolgreich miteinander verbunden werden können.